II. Medizinische Klinik und Poliklinik



Hepatologische Ambulanz
(Spezialambulanz für Lebererkrankungen)

II. Medizinische Klinik und Poliklinik
Klinikum rechts der Isar der TU München
Ismaningerstr. 22
D-81675 München

Die hepatologische Ambulanz findet täglich statt.

Terminvereinbarungen können von
• Mo – Do von 8.30 – 16.00 Uhr sowie
• Freitag von 8.30 – 14.00 Uhr
unter Tel. (089) 4140-2450 getroffen werden.

Befunde oder schriftliche Anfragen können über die Fax-Nr. (089) 4140-4958 zugesandt werden.

Vorstellungen zur Abklärung der Indikation einer Lebertransplantation oder ‑resektion sollten in der interdisziplinären Transplantationsambulanz erfolgen (Terminvereinbarung unter Tel. (089) 4140-2011).               



Team

Leitung der Leberambulanz

  • PD Dr. med. Andreas Umgelter

Oberärzte

  • PD Dr. med. Oliver Ebert
  • PD Dr. med. Fabian Geisler

Assistenzärzte

  • Dr. med. Rosa Golluscio
  • Dr. med. Ulrich Mayr
  • Dr. med. Petia Jeliazkova
  • Wajima Safi
  • Dr. med. Susanne Schwendy
  • Dr. med. Philipp Thies


Überblick

Die Hepatologische Ambulanz stellt eine Spezialambulanz innerhalb der II. Medizinischen Poliklinik für Patienten mit Lebererkrankungen dar. Sie arbeitet eng mit dem Zentrum für hepatologische Studien an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik zusammen.

Neben akuten Lebererkrankungen (z.B. Hepatitis A, medikamentöse Leberschädigung) sowie Stoffwechselerkrankungen der Leber (z.B. Hämochromatose) bilden die Abklärung und Behandlung chronischer viraler Hepatitiden (u.a. chronische Hepatitis C) und autoimmuner Lebererkrankungen (autoimmune Hepatitis, primär biliäre Zirrhose, primär sklerosierende Cholangitis etc.) den Schwerpunkt der Ambulanz.

Aufgaben der Leberambulanz

  • Abklärung erhöhter Leberwerte (Diagnose-/Prognosestellung)
  • Durchführung komplexer medikamentöser Behandlungen (z.B. antivirale Therapie mit Interferon und Nukleosidanaloga)
  • Angebot aktueller Therapiestudien zur Gewährleistung neuester Therapieansätze
  • Überprüfung der Indikation zur Lebertransplantation bei Patienten mit Leberzirrhose, bestimmten Erkrankungen der Gallenwege oder anderen schweren Lebererkrankungen. Dies erfolgt in Abstimmung mit der Transplantationsambulanz des Transplantationszentrums München rechts der Isar
  • Bahnung der interdisziplinären Therapie bei Tumorerkrankungen der Leber (Transplantation, Chemoembolisation, Thermoablation etc.)

Im Jahr behandeln wir etwa 2000 Patienten, ein erheblicher Teil davon mit chronischen Virushepatitiden (Hepatitis B und C). Auch autoimmune Lebererkrankungen bilden einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit. In Zusammenarbeit mit der Endoskopie der II. Medizinischen Klinik werden komplexe Gallengangsinterventionen, zum Beispiel bei primär sklerosierender Cholangitis, durchgeführt.

Neben der Diagnosestellung besteht eine wesentliche Aufgabe der hepatologischen Ambulanz darin, die Indikation für komplexere Therapieformen wie z.B. eine antivirale oder eine immunsuppressive Behandlung zu stellen und diese in Zusammenarbeit mit dem betreuenden niedergelassenen Arzt durchzuführen.

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Informationen für Patienten

Eine Lebererkrankung kann sich zum einen durch Beschwerden wie z.B. starke Müdigkeit, Juckreiz oder Gelbfärbung der Augen, häufiger auch nur durch eine Erhöhung der Leberwerte ohne wesentliche Beschwerden ausdrücken. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und in ihrer Bedeutung für die weitere Gesundheit des Patienten sehr unterschiedlich zu bewerten.

Eine erste Diagnostik wird in aller Regel beim betreuenden Hausarzt erfolgen. Im Wesentlichen werden hierbei eine virale Hepatitis oder andere offensichtliche Krankheitsursachen wie eine alkoholverursachte Leberschädigung oder eine Gallengangsstauung ausgeschlossen. Danach wird der betreuende Arzt bei Fortbestehen der Beschwerden oder der Leberwerterhöhung einen Termin in der hepatologischen Spezialambulanz vereinbaren. Hier schließen sich häufig eine erweiterte Labordiagnostik und die entsprechende bildgebende Diagnostik an.

Im Einzelfall kann eine Probenentnahme aus der Leber sinnvoll sein, da sie Konsequenzen hinsichtlich Diagnosestellung und Behandlung für den Patienten erwarten lässt. Eine Leberpunktion ist in der Regel mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden und wird nur nach Vorstellung und Besprechung in der hepatologischen Ambulanz vereinbart. In jedem Fall ist es bei der Erstvorstellung notwendig, die Befunde der bisherigen Diagnostik (Labor, Bildgebung) mitzubringen, um eine gezielte und effektive Betreuung frühzeitig zu gewährleisten. Eine Vorstellung im Nüchternzustand ist nur bei speziellen Fragestellungen (z.B. Diabetes) oder im Falle einer geplanten Oberbauchsonographie notwendig.



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Informationen für Ärzte


Die hepatologische Ambulanz soll eine umfassende und zügige Abklärung Ihrer Patienten gewährleisten. Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn eine basale hepatologische Diagnostik bereits bei der Erstvorstellung vorliegt und so weitere diagnostische Schritte zielgerichtet erfolgen können.

Hierzu bitten wir Sie folgende Untersuchungen zu veranlassen:

  • HBs-Ag
  • anti-HCV
  • GPT
  • GOT
  • g-GT
  • AP
  • Bilirubin (im zeitl. Verlauf)
  • Serum-Elektrophorese 
  • Blutsenkung
  • Blutbild
  • Ferritin

Die Termine werden von der Rezeption der II. Medizinischen Poliklinik vergeben (s.a. Kontakt). Falls Sie vorab weitere Informationen zur Patientenvorstellung benötigen, bitten wir Sie eine(n) Kollegin/en der hepatologischen Ambulanz direkt zu kontaktieren (s.a. Team).

Eine wesentliche Aufgabe der hepatologischen Ambulanz besteht im Angebot aktueller Therapieoptionen in Form von Studien. Dies trifft in besonderem Maße für die Behandlung viraler Hepatitiden zu. Hierbei besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem nationalen Kompetenznetz Hepnet.

Sollte die Frage nach einer Leberpunktion bestehen, bitten wir Sie den Patienten zuerst in der hepatologischen Ambulanz vorzustellen. Über diese wird dann nach Besprechung der Indikation mit dem Patienten ein stationärer Aufnahmetermin vereinbart.

Im Falle einer Lebermetastasierung bitten wir diesbzgl. Vorstellungen in unserer Tagesklinik Stat. 2/10 zu veranlassen (Tel.: 089 4140-2260). Hierüber wird der Patient in einer interdisziplinären Konferenz zur Festlegung des weiteren Procedere vorgestellt.


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Links

Links zu Selbsthilfe-Gruppen für Lebererkrankungen (u.a.):


Links zu Fachgesellschaften und ihren Leitlinien für Lebererkrankungen


Nationales Kompetenznetz Hepatitis Hep-Net


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Impressum

2011 · Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München